Der gute Dan Trachtenberg darf nochmal ran – und haut uns seinen dritten Predator-Klopper um die Ohren. Und ja: Das Ding ist laut, schnell und macht genau das, was es soll – ordentlich auf die Fresse geben.
Ich hatte richtig Spaß damit. Das Alien/Predator-Universum wird weiter aufgebohrt, und unser Lieblings-Dreadlock-Trophäenjäger stapft wieder durch die Gegend und verteilt intergalaktische Schellen. Genau dafür sind wir doch hier.
Die 107 Minuten? Kein Gelaber, kein unnötiges Rumgeeier – hier wird geballert, gesplattert und durchgezogen. Schön roh, schön direkt. Die Nummer mit Dek (Predator) und Thia (Androidin) entwickelt sich dabei überraschend zu so einer rotzigen Buddy-Sci-Fi-Nummer mit frechen Sprüchen und ordentlich Chemie. Fast schon zu charmant für den ganzen Blut- und Metall-Schrott, der hier durch die Gegend fliegt.
Der Horror? Ja gut… der nimmt ein bisschen den Rücksitz. War aber nach „Prey“ eh klar. Hier regiert eher das große Sci-Fi-Geknalle als das leise Anschleichen. Hat mich aber null gejuckt – dafür knallt’s einfach zu gut.
Klar, das Ding hat auch seine Momente, wo man sich denkt: „Alter, ernsthaft jetzt?“ – aber genau dafür liebt man den Kram doch. Ein bisschen drüber, ein bisschen bescheuert, aber immer mit Vollgas nach vorne.
Wer also auf hochglanzpolierten, aber trotzdem schön schmutzigen Sci-Fi-Action-Krawall steht und bereit ist, sein Hirn auch mal kurz an der Garderobe abzugeben, bekommt hier genau das: stumpfe, stylische und herrlich überzogene Unterhaltung.
Erwartungshaltung: 6/10
Bewertung: 8/10

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