Montag, 23. März 2026

Filmtagebuch 004/26: Humanoids from the Deep - 1980


Eigentlich lief der Streifen mal unter dem herrlich generischen Titel Beneath the Darkness bei MGM. Aber weil das Ding wohl so unerquicklich lahm war, hat sich niemand Geringeres als Roger Corman gedacht: „Scheiß drauf – mehr Titten, mehr Blut, mehr Monster!“

Also wurde nochmal ordentlich Exploitation-Dreck reingekippt – nackte Haut, billiger Sex-Appeal und ein paar derbe Gewaltspitzen – und fertig war das, was wir heute als Das Grauen aus der Tiefe kennen. Und ganz ehrlich: genau so gehört sich das.

Im Hintergrund schielt das Ganze natürlich schamlos Richtung Der Schrecken des Amazonas, aber hey – geklaut wird hier mit Stil. Auf dem Regiestuhl sitzen Barbara Peeters und Jimmy T. Murakami (hier noch im Debüt-Modus), der im selben Jahr direkt noch den schönen Sandor Trash nachlegt.

Vor der Kamera bleibt vor allem Doug McClure hängen, der sich tapfer durch den ganzen schleimigen Wahnsinn kämpft. Und ja – das Budget war knapp: Ganze drei Monsterkostüme standen zur Verfügung. Drei!
Aber genau hier kommt die Magie: Durch cleveren Schnitt, die tolle Mucke von James Horne und schönes Chaos wirkt es im Finale plötzlich so, als würde eine ganze Horde Mutanten den Hafen auseinandernehmen. Klassischer Low-Budget-Trick, der einfach funktioniert.

Dazu gibt’s einen ordentlichen Härtegrad, reichlich nackte Haut und genau die richtige Portion sleazigen Wahnsinn, die man sich von so einem Streifen erhofft. Kein unnötiger Ballast, kein großes Gelaber – das Ding ist schön straff, zieht durch und liefert genau das, was auf der Verpackung steht.

Ein wunderbar versiffter Creature-Feature-Klopper, der auch heute noch richtig Laune macht. Genau dieser billige, ehrliche Dreck, für den man das Genre liebt.

Bewertung 8/10


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